Endschalter

In dieser Rubrik ist ein rechteckiges Objekt vorhanden, welches als statisches Physik-Objekt vorkonfiguriert ist. Des Weiteren ist die Eigenschaft Neutral bei Kollision eingestellt. Dies bedeutet, dass das Objekt die Kollision mit einem anderen physikalischen Objekt "bemerkt" aber keine Kraft auf dieses ausübt. In der Eigenschaftsrubrik "Endschalter Einstellungen" befindet sich die Eigenschaft Endschalter-Operand an dem der bei Kollision umzuschaltende Operand anzugeben ist. Ebenso kann in dieser Eigenschaftsrubrik selektiert werden, ob der Endschalter als Öffner ausgelegt sein soll.

Induktive-, Kapazitive- und Farbsensoren in PLC-Lab realisieren

Sowohl bei den geometrischen Physik-Objekten als auch beim Endschalter-Objekt, ist die Eigenschaftsrubrik Experten Einstellungen->Physik-Einstellungen->Kollisions-Einstellungen vorhanden. Dort kann die Eigenschaft "Kollisionsgruppe" eingestellt werden. Mit dieser Eigenschaft werden die unterschiedlichen Sensor-Arten für Materialerkennung oder Farberkennung realisiert.

Zunächst eine kurze Erläuterung, worum es sich bei den Kollisionsgruppen handelt.

Mit Hilfe der Kollisionsgruppen kann man bestimmen, welche Objekte miteinander kollidieren. Die Kollisionsgruppe ist dabei im Bereich 0 bis 20 einstellbar. Gehört ein Objekt zur Kollisionsgruppe 0, dann kollidiert es mit allen anderen Objekten, unabhängig zu welcher Kollisionsgruppe diese gehören. Besitzt ein Objekt eine Kollisionsgruppe, welche von 0 verschieden ist, dann kollidiert das Objekt nur mit den Objekten der gleichen Kollisionsgruppe.

Beispiel: Im folgenden Beispiel ist das blaue Rechteck auf die Kollisionsgruppe 2 eingestellt. Der Sensor S1 besitzt die Kollisionsgruppe 1, der Sensor S2 die Kollisionsgruppe 2. Die LEDs über den Endschaltern leuchten, sobald der jeweilige Sensor ausgelöst hat.

Man erkennt, dass das Rechteck den Sensor S1 nicht auslöst, denn dieser besitzt die Kollisionsgruppe 1. Damit kollidiert das der Kollisionsgruppe 2 zugehörige Rechteck nicht mit diesem Sensor. Anders beim Sensor S2, dieser gehört zur Kollisionsgruppe 2. Somit ist dessen Kollisionsgruppe identisch mit der des Rechtecks. Sobald das Rechteck den Sensor S2 berührt, leuchtet die LED als Zeichen dafür, dass der Sensor S2 ausgelöst wurde.

Man könnte nun sagen, dass das blaue Rechteck aus Metall ist und es sich bei dem Sensor S2 um einen induktiven Sensor handelt.

Beispiel: Im nächsten Beispiel sind Farbsensoren realisiert. Der Sensor S1 erkennt Objekte mit einer roten Farbe, der Sensor S2 löst bei grünen Objekten aus. Dieses Verhalten erreicht man dadurch, dass der Sensor S1 der Kollisionsgruppe 1 zugewiesen wird und die roten Rechtecke ebenfalls zu dieser Kollisionsgruppe gehören. Die grünen Rechtecke sind der Kollisionsgruppe 2 zugehörig, ebenso wie der Sensor S2.

Somit zeigt sich folgendes Verhalten: * Berührt das grüne Rechteck den Sensor S2, dann wird dieser ausgelöst, da die beiden die gleiche Kollisionsgruppe besitzen. * Berührt das rote Rechteck den Sensor S1, dann wird dieser ausgelöst, da die beiden die gleiche Kollisionsgruppe besitzen.

Fazit

Mit Hilfe der Kollisionsgruppen können Sensoren realisiert werden, welche nur auf bestimmte Objekte reagieren. Auf diese Weise kann man Induktive-, Kapazitive- und Farbsensoren in PLC-Lab implementieren.

Hinweis:

Weitere Erläuterungen zu Kollisionsgruppen sind im folgenden Abschnitt zu finden: Verwendung von Kollisionsgruppen

Kollisionsgruppe verändern über Endschalter

Ab der Version 1.5.1.0 kann ein Endschalter (oder auch ein geometrisches Physik-Objekt) so eingestellt werden, dass bei Kollision die Kollisionsgruppe des kollidierenden Objekts verändert wird. Dazu sind die beiden Eigenschaften "Endschalter verändert Kollisionsgruppe" und "Neue Kollisionsgruppe bei Kollision" hinzugekommen. Mit Hilfe der Eigenschaft "Endschalter verändert Kollisionsgruppe" wird die Funktionalität eingeschaltet. Dabei ist in der Eigenschaft "Neue Kollisionsgruppe bei Kollision" die neu einzustellende Kollisionsgruppe anzugeben. Die Angabe erfolgt in Form einer Konstanten oder aber variabel z.B. mit Hilfe eines Wort-Operanden (z.B. IM.MW2). Kollidiert nun ein Objekt mit dem Endschalter, dann wird das Objekt der neuen Kollisionsgruppe zugewiesen. Kollidiert ein aus mehreren Objekten bestehender Körper mit dem Endschalter, dann werden alle Objekte des Körpers auf die neue Kollisionsgruppe eingestellt, welche der Kollisionsgruppe des kollidierenden Objekts zugehörig sind.

Beispiel: Ein Körper besteht aus 4 Objekten. Zwei Objekte gehören der Kollisionsgruppe 1 an, die restlichen der Kollisionsgruppe 2. Nun kollidiert ein Objekt der Kollsionsgruppe 1 mit einem Endschalter. Somit werden nur die Kollisionsgruppen der beiden Objekte mit der Kollisionsgruppe 1 verändert. Die beiden anderen Objekte verbleiben in ihrer alten Kollisionsgruppe 2.

Weitere Erläuterungen zu Kollisionsgruppen und dem Wechsel der Kollisionsgruppe bei Kollision mit einem Endschalter, sind im folgenden Abschnitt zu finden: Verwendung von Kollisionsgruppen

Tipp:

Jedes geometrische Physik-Objekt kann als Endschalter konfiguriert werden. Dabei muss man nur die gewünschten Eigenschaften innerhalb der Eigenschaftsrubrik "Endschalter Einstellungen" selektieren bzw. belegen.