Flüssigkeit

Das Flüssigkeitsobjekt wird klassisch eingesetzt, um Füllstände zu simulieren.

Es bietet zahlreiche Zu- und Abflüsse, sowie Sensoren um den momentanen Füllstand zu erfassen.

Den maximalen Füllstand kann man im Bereich 100-65535 Inkremente einstellen.

Zu- und Abflüsse des Flüssigkeitsobjekts

Das Flüssigkeitsobjekt verfügt über drei Zuläufe und drei Abflüsse, an denen jeweils ein Operand oder eine Konstante angegeben werden kann.

An den Zu- und Abflüssen werden Wortoperanden des Typs UInt16 erwartet. Da PLC-Lab mit Hilfe von Bereichsangaben sehr flexible Operandenangaben unterstützt, ist aber auch die Angabe von Bit-Operanden möglich.

Beispiel für die Angabe eines Bit-Operanden im Zulauf:

0-100 IM.M12.3

Diese Angabe bedeutet: Hat der Bit-Operand den Status '0', dann erfolgt ein Zulauf von 0 Inkrementen pro Zeiteinheit. Beim Status '1' ist ein Zulauf von 100 Inkrementen vorhanden.

Beispiel für die Angabe eines Wort-Operanden im Zulauf:

IM.MW20

Diese Angabe bedeutet: Der Wert im MW20 bestimmt die Anzahl der Inkremente des Zulaufs pro Zeiteinheit.

Sensoren des Flüssigkeitsobjekts

Über den analogen Füllstandssensor kann der aktuelle Füllstand in Inkrementen ausgelesen werden.

Nachfolgend ein Beispiel, bei dem der aktuelle Füllstand in den Operanden IM.MW2 geschrieben und in einem Text-Label angezeigt wird.

Der Zu- und Abfluss kann über Taster beeinflusst werden.

Zwei binäre Sensoren können auf beliebige Füllstände eingestellt werden. Der Erfassungsbereich wird dabei in Form einer Bereichsangabe angegeben.

Beispiel 1: Binärer Sensor

Der erste binäre Sensor soll bei einem Füllstand von 3000 bis 3500 Inkrementen ausgelöst werden.

Somit lautet die Angabe:

3000-3500 IM.M10.2

Beispiel 2: Binärer Sensor

Der zweite binäre Sensor soll bei einem Füllstand von 6000 bis 6200 Inkrementen ausgelöst werden.

Somit lautet die Angabe:

6000-6200 IM.M10.3

In der folgenden Anordnung sind die beiden Sensoren über LEDs dargestellt:

Tip

Sollten mehr als zwei binäre Sensoren notwendig sein, so sind weitere binäre Sensoren mit Hilfe eines Rechner-Objekts realisierbar.

Im folgenden Bild wird der Bit-Operand IM.M10.1 auf den Status '1' gesetzt, wenn der Füllstand (abgelegt in IM.MW2 mit dem Symbol Fuellstand) im Bereich 1000 bis 1200 liegt. Als Funktionsart für das Rechner-Objekt ist dabei "In Bereich" zu selektieren.

Eine detaillierte Beschreibung des Rechner-Objekts finden Sie unter folgendem Link:

Das Rechner-Objekt

Verwendung des Flüssigkeitsobjekts für andere Zwecke

Das Flüssigkeitsobjekt kann nicht nur zur Darstellung von Flüssigkeiten und den damit verbundenen Möglichkeiten verwendet werden.

Durch die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten sind auch andere Anwendungen denkbar.

So z.B. als Zähler.

Im folgenden Beispiel werden die herabfallenden Teile über einen Sensor erfasst und damit der Wert der Inkremente eines Flüssigkeitsobjekts erhöht. Zu diesem Zweck wurde die Eigenschaft "Zulauf Trigger" mit dem Operanden belegt, welcher über den Sensor beeinflusst wird. Steht an dem Operanden des Sensor ein pos. Flanke an, dann wird einmalig die Summe der Zuläufe des Flüssigkeitsobjekts erfasst und damit der Füllstand (also die Inkremente) des Flüssigkeitsobjekts erhöht. Dabei wurde am Zulauf 1 die Konstante "1" angegeben, somit erhöht sich der Wert bei jeder pos. Flanke um den Wert 1.

Der Operand des Reset-Tasters kann an der Eigenschaft "Abfluss Trigger" angegeben werden. Zusätzlich wird an einem der Abflüsse eine Konstante eingetragen, welche der max. Anzahl an Inkrementen des Flüssigkeitsobjekts entspricht. Dies hat zur Folge, dass bei Betätigung des Reset-Tasters die Summe der Abflüsse erfasst und der Wert vom aktuellen Füllstand des Objekts abgezogen wird. Im Beispiel bedeutet dies, dass der Füllstand auf jeden Fall 0 ist.

Videos mit Beispielen zu Flüssigkeitsobjekten

Nachfolgend einige Videos mit Beispielen in denen Flüssigkeiten verwendet werden.